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DIE
MEIDLINGER PFARRKIRCHE
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1. nach:
Berthold Cernik, Das Augustianer-Chorherrenstift Klosterneuburg, 1958,
S. 85, 114, 119, 125, 157 f
1842-1845. Bau der neuen Kirche zum hl. Johannes Nepomuk in der Pfarre
Meidling, die dem Stift Klosterneuburg inkorporiert ist, nach den
Plänen und unter der Leitung Karl Rösners, Professors
an der
k.k. Akademie der bildenden Künsten in Wien.
Kosten der großen dreischiffigen Hallenkirche (57m lang,
28,5m
breit, 19m hoch) und des Pfarrhofes 206.000,- Gulden (1847 betrug der
Taglohn in der Landwirtschaft 1.– Gulden, Archiv des Stiftes
Klosterneuburg, Tuttenhof). Das Stift zahlte 160.000.–
Gulden,
den Rest nehmen die Gemeinden der Pfarre auf sich.
Die Kirchenweihe erfolgte am 8. Mai 1845 durch den Wiener Erzbischof
Vinzenz Eduard Milde.
Pfarrhof und Kirche in Meidling wurden am 11. Oktober 1944 und am 13.
Februar 1945 von Alliertenbomben getroffen.
Die Instandsetzungsarbeiten an der Kirche dauerten bis 1955; der
Pfarrhof wurde bereits 1946 wieder bezogen, gänzlich
wiederhergestellt jedoch erst November 1955.
Von 1945 an war das 1833 in der Stiftskirche Klosterneuburg entfernte,
dort von 1727 an befindliche Hochaltarbild „Maria
Geburt“,
das Hochaltarbild der Kirche Meidling.
1945 wurde es schwer beschädigt, 1952 durch das
Bundesdenkmalamt restauriert und wieder in Klosterneuburg montiert.
Am 14. Oktober 1956 weiht Generalabt Gebhard Koberger eine
Kreuzigungsgruppe aus Zirbelholz. Sie stellt die
größte
Holzplastik Österreichs dar, der Gekreuzigte misst fast 4
Meter.
Es handelt sich um ein Werk des akad. Bildhauers Prof. Erich
Pieler.
In Meidling war seit 1732 eine Kapelle zu Ehren des hl. Johannes
Nepomuk errichtet worden, diese Kapelle war 1783 zur Lokalkaplanei und
1784 zur selbstständigen Pfarre erhoben worden.
2. nach: Dehio, Die Kunstdenkmäler Österreichs, 1996,
S.129 ff
Meidlinger Pfarrkirche: freistehende Hallenkirche mit Fassadenturm und
um die Südost-Ecke des Rechteckchores geführter
3geschossiger
Pfarrhof in neoromanischen Formen.
Frühwerk des romanischen Historismus.
Bau 1842-1845 von Karl Rösner, 1879 und 1900 restauriert, nach
schweren Kriegsschäden 1944-1945 (Innenausstattung fast
Vollständig zerstört).
Wiederherstellung, weitgehende Rekonstruktion der Fassadierung.
Einrichtung: Monumentale 3figurige Kreuzigungsgruppe, 1956, Erich
Pieler, Kreuzweg aus Keramik, friesartig, Alfred Kirchner, 1963,
Kirchengestühl und Türflügel aus der Bauzeit.
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1991-1995
Innenraumumgestaltung nach den Richtlinien des 2. Vatikanischen
Konzils, Schaffung einer Zentralraumlösung, Altar, Ambo und
Tabernakel stehen im Mittelpunkt, die Feiernde Gemeinde mitsamt dem
Vorsteher haben in ihrer Mitte Christus in seinem Wort und in der Feier
von Tod und Auferstehung.
Aus dieser Umgestaltung entstand als Nebenprodukt eine Unterkirche, die
von der Kirche über Stufen und vom Garten ebenerdig betretbar
ist.
2004-2006
Abschluss
der Innenraumgestaltung, als Mitte nun in edlem Material Altar, Ambo
und Tabernakel, Glasgestaltung von Heinz Ebner, Einbau einer
Erdwärmeheizung, Ansprechende
Färbelung ausgehend von
den Farben des renovierten Kreuzweges, Höhepunkt dieser
Renovierungsphase war die Altarweihe, 8. September 2005, Kardinal Dr.
Christoph Schönborn.
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